Geld & Spiritualität

Die Kombination von Geld und Spiritualität scheint eine wundersame zu sein

„Geld und Spiritualität gehen nicht zusammen“, sagte eine Frau. „Wie siehst du das, Saskia?“, fragte die Gastgeberin. „Ich sehe das anders“, sagte ich. Es ging um die Frage, ob Geld der Spiritualität im Wege steht. Wir waren mit einigen Freunden zusammengekommen und genossen ein Sonntagsfrühstück.

 

Geld kann Menschen verändern. Vor allem wächst mit dem Besitz von einer Menge Geld (meist) auch das Ego. Man kann sich dadurch wichtiger fühlen als Menschen, die weniger Geld haben. Oder man fühlt sich verpflichtet, einen gewissen Standard und Status aufrecht zu halten.  

Wenn man viel Geld hat, hat man in der Regel viel Besitz. Und daran ist oft auch gekoppelt die Angst, dies alles verlieren zu können. Angst ist eine der größten Blockaden für Spiritualität.

 

 „Ich denke, dass es einfacher scheint, spirituell zu sein, wenn man weniger Geld und Eigentum hat“, antworte ich, „aber ein durch Armut verursachter Stress und die damit verbunden Existenz Ängste sind, denke ich, eine ebenso große Blockade für Spiritualität.“  

Ist Spiritualität den Menschen in Klöstern und Ordensgemeinschaften vorbehalten?

Ausgangspunkt von (vielen) religiösen Überzeugungen ist es, dass Armut dazu beiträgt, spirituell zu sein. Doch bei einem Leben in Armut gibt es oft überhaupt keinen Platz für Spiritualität: Dort sind meistens die Sorgen um das tägliche Überleben zu groß.

  

Bei einem Klosterorden z. B. kann man dem Stress, die verursacht wird durch Mangel an Nahrung, kein Dach über dem Kopf zu haben, zu frieren usw, zuvorkommen, indem man in diesen Orden eintritt. Hierdurch ist die Grundsicherung gewährleistet, und man kann sich voll und ganz auf die Spiritualität konzentrieren. 

Aber ist Spiritualität also den Menschen in Klöstern und Ordensgemeinschaften vorbehalten?

 

Es gibt Menschen, die sich bewusst dafür entscheiden, (zeitlich) keinen Besitz und gesellschaftliche Beziehungen zu haben, um so größere Affinität zur Spiritualität erreichen zu können. Ja, durch das Schaffen von Raum und Leere um sich herum wird man ruhiger im Kopf. Doch ist dies nicht eine Ruhe, die wieder verschwindet, sobald den Alltag wieder losgeht?

Einsiedler zu werden ist nicht jedermanns Wunsch

Manchmal sollte man sich in die Stille zurückziehen, aber Einsiedler zu werden ist nicht jedermanns Wunsch. 

 

Es scheint mir, dass Spiritualität irgendwie Außerhalb des normalen Laufs des Lebens steht. Als sei es etwas für außergewöhnliche Menschen oder etwas, das man nur in rituellen Gewohnheiten oder in tiefer Meditation spüren kann.

 

Ich finde es gerade eine Lebenskunst, unter „normalen Umständen“, d. h. in der sozialen Interaktion, bei der Arbeit und in der Familie mit jammernden Kindern, spirituell sein zu können.

  

Spiritualität gehört nach meiner Meinung in den Alltag. Gemischt zwischen und durch alle täglichen Beschäftigungen, bei Menschen wie Du und ich. 

Gerade in Momenten, wenn etwas stört oder nicht gut läuft, wäre es gut, wenn wir auf unsere „Basis vom Sein“ zurückgreifen können: Mal raus aus dem Kopf und „in Spirit“, also „voll anwesend“ sind.

Spiritueller "Bypass"

Manchmal werden spirituelle Ideen oder Praktiken benutzt um persönlichen Baustellen oder Problemen „Auszuweichen“, bzw um der kalten und harten Realität zu entfliehen. Doch es ist Fragehaft, ob diese Art der Anbindung mit der Geistige Welt Möglichkeiten zum Wachstum bietet. Fliehen ist basiert auf Angst und diese steht dem bewusst „An-wesend sein“, also der Spiritualität von Körper, Geist & Seele, im Weg. 

An-Wesend sein

Spiritualität bedeutet ein mit deinem Spirit sein. „An-wesend“ sein: Dein Wesen, deine Seele ist voll bei Dir, in deinem Körper und Du bist mit deiner Aufmerksamkeit (deinen Geist) dabei.

 

Erst später wurde das Wort Spiritualität mit religiösen und paranormalen Sachen verbunden. Doch die ursprüngliche Bedeutung ‚Zusammen mit Körper & Seele im Geist sein‘, also voll im Hier & Jetzt sein, ist sehr bodenständig.

Geld und Spiritualität, ein spannendes & schönes Duo

Tatsächlich bin ich der Meinung, dass Geld, entweder als Besitz oder in Mangel, ein Hindernis für die Spiritualität sein kann. Wir tun eine Menge, (wenn nicht alles) um unser Geld oder Eigentum nicht zu verlieren oder um sicherzustellen, dass wir so viel wie möglich davon haben, weil wir Geld verbunden haben mit einem Gefühl der Sicherheit und des Prestiges.

 

Es ist dieser Drang, und nicht das Geld an sich, der in krassem Gegensatz zu dem Spirituellen steht. 

Verwechseln wir den Wert des Geldes vielleicht mit unserem Wert als Mensch? 

Ich glaube, wenn wir Geld wieder so werten und benutzen wie ursprünglich gedacht (um den Tausch von Gütern und Diensten zu vereinfachen), dann stellt es kein Hindernis mehr für Spiritualität dar, ganz im Gegenteil.

 

Auf die Weise könnte es eine Hilfe zur Spiritualität sein, weil wir dann den Status und Wert eines Menschen vom Geld lösen. 

Wenn Geld wieder zum Mittel statt zum Ziel wird, können wir uns bewusster die menschliche Seite des Menschseins zuwenden.

 

Ich wünsche Dir komfortables Wohlbefinden und viel Freude an die Spiritualität im Alltag!

  

Mit lieben & lichtvollen Grüßen, Saskia

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